Wortgleiche Abschrift des Videos. Korrigiert sind nur Hörfehler der automatischen Untertitel. Stellen, die nicht klar zu verstehen sind, stehen als [unverständlich].
Ich sitz hier vor der Schaltzentrale von meinem ersten professionellen Smarthome-Projekt. Gemeinsam mit der Firma Gira und dem Gira-One-System habe ich dieses Haus zum Leben erweckt. Vor diesem Projekt war ich immer ein bisschen skeptisch: Ah, bringt Smart Home was? Ist es nicht viel zu teuer? Ist nicht auch viel zu kompliziert, es zu programmieren und die Geräte auszuwählen? Ist auf jeden Fall nicht so, erkläre ich euch jetzt in diesem Video. Und dann wie immer die Bitte, bevor es Video losgeht: Abonniert den Kanal, um Videos zu solchen Themen nicht zu verpassen. Aktiviert die Glocke, um benachrichtigt zu werden, wenn ein neues Video online geht. Und dann verlieren wir jetzt keine Zeit und gehen rein. Let’s go!
Warum war ich anfangs skeptisch und was ist dieses Gira-One-System? Warum ich skeptisch war, liegt auf der Hand: Ich habe mich einfach zu wenig mit dem Thema Smarthome beschäftigt. Ich habe das immer als Spielerei abgetan: Braucht man nicht so, konventionell eine Lichtschaltung verdrahte, das reicht doch völlig aus. Und das Thema ist doch viel zu teuer, als dass es Sinn macht, sich überhaupt damit zu beschäftigen. Was mich zu Beginn natürlich auch ein bisschen skeptisch gemacht hat, war dieser KNX-Standard an sich. Braucht man eine Software, die viel Geld kostet. Investiere ich jetzt die Zeit, mich mit der Software zu beschäftigen, das Geld, diese Software auch zu kaufen? Brauche ich später? Das hat mir schon mal den Start in dieses Thema erschwert.
Und da kam das Gira-One-System dann ins Spiel. Ich war auf der Light + Building und habe mir das erklären lassen, und es hat sich für mich im ersten Moment gut angehört, weil es die Hürde nimmt, eine spezielle Software zu kaufen. Man kann das programmieren mit dem sogenannten GPA, der ist frei, oder kann man per Drag and Drop Dinge einfügen, zeige ich euch später noch mal im Detail, wie einfach das geht, und muss nicht eine teure Software kaufen. Was beim Gira One auch noch von Vorteil ist: Die ganzen Geräte, Aktorik und Sensorik, basiert auf den KNX-Standard. Wenn ich später mal möchte und die Kundschaft vielleicht noch zusätzlich Funktionen möchte, die jetzt über Gira One nicht zu realisieren sind, könnten wir das Projekt sozusagen öffnen, die Aktoren und die Sensoren nutzen und auf KNX-Standard programmieren. Das sind dann auch schon die Argumente, die für mich für Gira One gesprochen habe. Mir wurde der Einstieg leicht gemacht, und es ist tatsächlich auch leicht zu programmieren.
Ich habe jetzt tatsächlich aber vor ein paar Wochen auch die Zertifizierung zum KNX-Programmieren gemacht, um mir die große Welt auch anzuschauen. Und siehe da: Ich habe mir vorab viel zu viele Gedanken gemacht, es ist doch nicht so schwer. Natürlich etwas komplexer wie jetzt die Gira-One-Variante und auch mit zusätzlichen Kosten verbunden: Man muss den Kurs machen, der kostet Geld, und auch die Software im Nachgang zahle, kostet auch Geld. Das kann man sich jetzt im ersten Moment mit Gira One sparen. Und dann zeige ich euch jetzt gleich mal, wie einfach das ist zu programmieren.
Hier sind wir jetzt schon direkt im Gira-Projektassistent, GPA, und der ist dann wie folgt aufgebaut: Man geht dann in ein Projekt, ich zeige euch das mal in der Übersicht, meine Projekte. Ich habe jetzt hier das Projekt, wo ich hier die Baustelle mitgemacht habe, und habe jetzt für das Video ein Testobjekt angelegt. Das ist dann über „Neues Projekt“ einfach mit einem Plus zu erstellen, und dann landet man hier. Man muss natürlich dann erstmal ein Anlageschlüssel noch vergeben, damit das Ganze auch geschützt ist, damit nicht jeder drin rumfuschen kann. Und dann kommt man hier in Gebäude und Geräte, und dann ist wirklich ganz easy: Man muss einfach per Drag and Drop seine Gebäudestruktur anlegen. Dann, wenn man eine Wohnung hat, eine Wohnung dazu, vielleicht ist auch ein Gebäude mit mehreren Wohnungen, ist auch für ein Wohnungsbau gedacht. Wir haben ein Keller, ein Erdgeschoss, ein Obergeschoss, so sieht es auch hier aus. Dann kann wir in die Räume gehen, hier einen Schaltschrank einbauen, den habt ihr jetzt gerade im [unverständlich] gesehen, der ist mein Schaltschrank. Und dann kann man hier dann später auch Geräte und Co. einfügen.
Dann müssen wir einen Server einfügen. Wir haben den Gira-One-Server, wir programmieren jetzt ja auch dies Gira-One-Projekt. Das dauert dann kurz, und können dann im Nachgang die ganzen Geräte einfügen. Und hier sieht man, mit was man alles arbeiten kann. Hier sind die Verbraucher: Man kann jetzt hier z. B. ein Licht dimmen mit einfügen, wir machen das jetzt einfach mal alles beim Schaltschrank. Man kann ein Schalten Licht einfügen, Philips Hue machen wir jetzt noch mal weg. Wir haben Garagentor, Lüftung, Beschattung, Fußbodenheizung, also alles, was man für so ein Smarthome im Privatbereich auch braucht. Man kann Szenen anlegen, aber dazu dann noch mal später, bisschen [unverständlich]. Man hat ja dann die Taster, das ist die Sensorik, und dann hat man auch die Aktorik, das sind dann hier z. B. Schaltaktoren, machen wir den so mal rein.
Und dann kann man die Geräte auch konfigurieren, funktioniert auch ganz easy. Da gehen wir jetzt hier auf „Geräte konfigurieren“, und das sieht man schon: Das System denkt auch ein bisschen mit. Ich habe jetzt kein Dimmaktor dabei. Ja, klar, muss ich noch ein Dimmaktor hinzufügen, und dann kann ich die Geräte konfigurieren. Jetzt passt’s. Jetzt sind wir im, hier in der Gebäudeansicht, dann kann man hier „Nächstes Gerät konfigurieren“. Dann frägt den Server ab, den habe ich jetzt nicht zur Hand, ich zeig es nur mal so, wie man das im Groben macht. Und zwar haben wir hier diesen Zweifachtaster z. B. Kann man auch alles vorbereiten, z. B. jetzt hier im Keller oder in der Werkstatt, dann nachher beschriften, dann weiß man, wo das Ganze hingehört, z. B. Raum Ankleide, Taste zweifach.
Und dann kann wir hier mit dem Smartphone, ist auch ganz gut, das Smartphone hängt jetzt hier drin, deswegen kann ich euch jetzt so nicht zeigen, mit dem Smartphone hier ein QR-Code abscannen, und dann kann man direkt die QR-Codes von den Tastsensoren oder den Aktoren abscannen. Da ist ja überall so eine Karte dabei, die man dann auch beschriften kann, abscannen, und dann ist es hier schon programmiert. Und dann muss man es nachher nur noch einstecke, Inbetriebnahme drücke, und dann läuft es alles automatisch. Und dann kann wir hier die Wippen belegen. Wir haben jetzt hier Schalten, und dann haben wir ja schon Verbraucher vorhin angelegt, das ist Schalten Licht. Wir können dann auch noch Dimmen mitmachen, Dimmen Licht. Also alles sehr intuitiv, einfach zu bedienen, ohne groß irgendwelche Adressen anzulegen und zu vergeben. Also das ist echt ein super einfacher Einstieg.
Man kann ja dann auch noch eine Raumtemperatur auswerten. Dazu müsst wir dann einen Aktor, ein Heizungsaktor hinzufügen, wo wir dann später z. B. Stellmotor anschließt. Wenn man dann nachher fertig ist mit dem Ganzen, kann man Inbetriebnahme drücken, das auf System hochladen, und dann sind wir schon bereit. Wenn ihr das mal detaillierter sehen wollt, wie man so ein gesamtes System programmiert und auch in Betrieb nimmt, schreibt gerne mal in die Kommentare.
Und dann gehen wir weiter. Um zu dem Schritt Programmieren zu kommen, muss man sich natürlich auch im Vorfeld viele Gedanken machen: Was will man denn selber überhaupt? Kann man als Elektriker das denn dem Kunde auch anbieten und umsetze? Das muss man vorher klar haben. Dazu bin ich jetzt auch, z. B. als Elektriker, kann man aber auch als Kunde machen oder gemeinsam, zum Gira Experience Center. Da war ich auf der Durchreise und bin in der Niederlande kurz dort vorbeigefahren, um mir mal ein Eindruck zu machen: Was kann denn ein Smarthome alles? Und das will ich euch jetzt ein bisschen mal erklären. Ihr könnt euch auch gerne mal, hier unten in der Videobeschreibung ist der Link dazu, das Video anschaue, wo ich im Gira Experience Center war, ist auch spannend.
Aber jetzt aus meiner Sicht: Warum macht ein Smarthome Sinn? In erster Linie wird alles im Gebäude intelligenter und smarter. Wenn man sich nur mal die Heizungsanlage hinter mir anschaut oder auch den Zählerplatz, da kann man schon alleine aus dem Hintergrund der Energieeffizienz smart denken. Eine Heizungssteuerung smart auszuführen macht Sinn, und zwar z. B.: Wenn man nicht zu Hause ist, regelt die Heizung automatisch runter. [unverständlich] Raumthermostate, die man auch auf Grad einstellen kann, und jetzt z. B. hier auch im Gira-One-System mehrere Schalter bzw. Taster untereinander vernetzen, um den guten Mittelwert aus dem Raum zu bilden.
Klassische Raumthermostate lassen sich nicht auf Gradzahl einstellen, sondern mit so ein Rädchen, 1 bis 5, man weiß nie genau, wo man steht. Bei einer Fußbodenheizung kann das Stunden dauern, bis dann auch wirklich der Punkt erreicht ist, den man da eingestellt hat. Dann sind es wieder 3° zu viel, dann möchte man wieder 2° runter. Man hat im Prinzip keine richtige Nachtabsenkung, das müss wir dann zentral an der Heizung einstelle. So kann man jeden Raum einzeln aussteuern. Wenn man weiß, man braucht im Schlafzimmer eigentlich gar keine Heiz, kann man das auf 15° stellen und heiz nicht unnötig das Schlafzimmer hoch. Genauso in Räumen, die man vielleicht gar nicht so oft benutzt. Z. B. Wohnzimmer, wo man es wärmer mag, stellt man es höher. Das ist dann im Smarthome einfacher zu steuern.
Und da auch noch mal den Bogen gespannt zum Thema teurer: Es ist natürlich in der Wertigkeit höher wie eine klassische Installation, dementsprechend auch etwas teurer, der Realität muss man schon ins Auge blicken. Aber z. B. jetzt Thema Tastsensor: Da ist ein Thermostat schon im integriert. Da braucht man jetzt nicht noch mal extra einen Raumthermostat, den man auch noch mal, muss man auch dazu sagen, extra verkabeln muss. Das fällt dann weg. Das kann man dann in dieser Kalkulation auch mit berücksichtigen und hat vielleicht in einem Haus mit 13 Thermostaten dann doch noch mal eine Summe X, die man dann einspart und auch sinnvoller für Smarthome dann einkalkulieren kann.
Zum Thema Raumtemperatur gehört natürlich auch Beschattung und Jalousiemanagement. Das kann man da auch mit sinnvoll einfüge, und zwar auch, um die Raumtemperatur natürlich mitzusteuern, aber auch komforttechnisch seine Beschattung hoch und runter zu fahren. Wir haben hier eine Zentralsteuerung mit drin, ganz easy übers G1-Touchpanel z. B. zu steuern oder übers iPad, das man in der Wohnung liegen hat, einfach zu bedienen. Und da ist dann nächste Thema: Komfort. Das ist klar ein Thema. Man braucht es eigentlich nicht, so sagen ja viele, so habe auch ich gedacht. Aber wenn man einmal in dem Thema drin ist und damit arbeitet, dann merkt schon, dass das was wert ist. Und jetzt z. B. beim Gira-One-System kann man sich auch eine Abwesenheitssimulation bauen, anhand der letzten Woche, wie man das Smarthome auch bedient hat. Man drückt dann einen Knopf, und dann läuft es ab. Also auch ein Thema Sicherheit.
Also man sieht, da hat viele Themen, die ineinander spielen. Es ist nicht nur der eine Faktor, der relevant ist, um sich vielleicht für ein Smarthome zu entscheiden, schon, sondern mehrere. Wir haben hier in dem Fall auch die Türkommunikation von der Firma Gira, und die spielt natürlich da auch mit rein. Man hat das G1, dieses Touchpanel, worüber man die ganzen Funktionen steuert, darüber visualisiert man dann auch die Sprechanlage, die Türkommunikation. Also alles in allem ein sinniges, durchdachtes System, das mir den Einstieg einfacher gemacht hat in die Welt des Smarthomes, aber auch für die Kundschaft, die den Einstieg leichter gemacht hat, sich für ein Smarthome zu entscheiden. Das ist natürlich noch mal eine Stufe günstiger wie jetzt das große KNX-System, aber die Kundschaft hier hat natürlich auch die Option, das nachher noch mal zu erweitern und zu vergrößern.
Falls du dir jetzt immer noch nicht sicher bist, ob Smarthome für dich das Richtige ist, sei aus Sicht eines Elektrikers oder einer Elektrikerin oder aus Sicht der Kundschaft, dann habe ich die Möglichkeit, bei mir eine Stunde Videoberatung zu buchen. Verlinke ich euch unten in der Videobeschreibung. Dann können wir uns über euer Projekt unterhalte oder generell einfach Fragen beantworten zum Thema Smarthome, KNX, Gira One, was auch immer. Und ich hoffe, ich konnte euch jetzt hier mal ein ersten Einblick geben, warum ich mich für Gira One entschieden habe. Da auch noch mal vielen Dank an die Firma Gira für das Möglichmachen von diesem Projekt, und dann sehen wir uns beim nächsten Video. Tschüssle!