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KI im Smart Home

Was künstliche Intelligenz für Smart Home und KNX bedeutet

26 Minuten Podcast: Elektromeister Tobias Haack und Systemintegrator Torben Ledermann erzählen, wie sie KI heute nutzen und wo sie danebenliegt. Und was KI künftig im Smart Home verändern könnte.
Schauen Sie sich jetzt unser Video zum Thema „KI im Smart Home“ an.

Kurz gesagt

KI spart Tobias und Torben schon heute viel Zeit, etwa bei Kundenanfragen, Texten und Videobeschreibungen. Ungeprüft übernehmen sollte man sie nicht: Tobias hat ein Video wieder gelöscht, weil die von ChatGPT herausgesuchten Normenzitate vielfach falsch waren. Im Smart Home geht es in der Folge um eine Sprachsteuerung, die wirklich versteht, um Hilfe im Alter und um KI bei der KNX-Programmierung. Offen bleibt die Frage, wo die Daten landen.
„Also, ich hoffe, das bleibt auch so, dass man immer noch uns als Mensch braucht, als Experte und als kritisches Auge, aber wenn man das mit Bedacht macht, dann ist es ein super Tool.“ Tobias Haack, Elektromeister, im Video

Das Wichtigste aus dem Video

1. Wie nutzt ein Elektrobetrieb KI?

Im Elektrobetrieb setzt Tobias KI für die erste Kundenkommunikation ein. Anfragen kommen per E-Mail, über das Kontaktformular oder über einen KI-Anrufbeantworter: Ist er auf der Baustelle und hat das Geschäftshandy nicht dabei, spricht der Anrufer mit der KI. Sie fragt vordefinierte Dinge ab, danach bekommt Tobias eine Zusammenfassung. Antworten spricht er per Spracheingabe ein und bekommt einen Text, den er als E-Mail verschickt. „Spart mir enorm viel Zeit.“
Nicht jeder findet das gut. Ein Kunde hat die KI am Telefon beschimpft und wollte mit einem echten Menschen sprechen. Tobias bleibt trotzdem dabei: „Das größte Gut, das ich habe, ist meine Zeit.“ Die Kunden, die für KI sind, sind laut Tobias eher die, mit denen er zusammenarbeiten möchte, weil sie offener für neue Themen sind, auch für Smart Home.
Daneben nutzt er KI für Transkript-Zusammenfassungen, Videobeschreibungen und Hashtags. Seine LinkedIn-Beiträge entstehen aus Sprachnotizen, laut Tobias braucht er dafür fünf Minuten am Tag. Ein Werkstudent hat mit Claude eine Aufgabe in einer Stunde gelöst, für die Tobias eine Woche geschätzt hatte. Tobias selbst hat sich per Spracheingabe eine Schnittstelle zwischen zwei Programmen bauen lassen und mit Claude einen ersten Konfigurator für einen möglichen Webshop mit Material für die Eigenleistung entworfen.

2. So nutzt Torben KI

Torben Ledermann nutzt KI für seinen YouTube-Kanal: Kapitel-Zeitstempel finden, Beschreibungen aus dem Transkript erstellen und als Ideengeber. Für die Uni nutzt er ChatGPT, nicht zum Schreiben von Hausarbeiten, sondern für Ideen und Konzepte. Mit Codex, dem Coding-Tool von OpenAI, hat er in einem Uniprojekt einen Prototyp entwickelt. So etwas kriegt man laut Torben heute in ein paar Stunden hin. Außerdem nennt er Gemini und NotebookLM von Google: Dort lädt man eigene Quellen hoch, und die KI arbeitet nur mit diesen Quellen und zeigt, wo sie etwas gefunden hat.

3. Wo muss man bei KI vorsichtig sein?

Für ein Kurzvideo zu Normen ließ sich Tobias die Normenzitate von ChatGPT heraussuchen, statt selbst in der VDE-Normbibliothek zu recherchieren. Am nächsten Morgen gab es einen Shitstorm, vieles war falsch zitiert. Er hat das Video gelöscht. Seine Erkenntnis: kritisch sein und gegenchecken. Er hofft, dass man weiter den Menschen als Experten und als kritisches Auge braucht. „Wenn man das mit Bedacht macht, dann ist es ein super Tool.“
Auch die KI-Zusammenfassung bei Google sollte man laut Folge mit gesundem Menschenverstand prüfen. Was beide nervt: KI-generierte Videos ohne Mehrwert, mit denen die Timeline zugespült wird.

4. Wie kann KI die Sprachsteuerung im Smart Home verbessern?

Der naheliegende Anwendungsfall sind Sprachassistenten wie Alexa oder Siri. Bisher funktioniert Sprache im Smart Home laut Tobias „mehr schlecht als recht“: Man muss genau „Licht Badezimmer ein“ sagen, mit „Licht Bad ein“ klappt es schon nicht mehr. Seine Hoffnung: Das Haus versteht ihn so gut wie die Spracheingabe bei ChatGPT, auch auf Schwäbisch, erkennt Zusammenhänge und lernt mit der Zeit, wie die Bewohner das Haus nutzen und was sie mögen.
Eine weitere Chance sieht man im Gespräch beim altersgerechten Wohnen: Eine KI könnte merken, wenn sich jemand anders verhält als sonst, zum Beispiel deutlich länger schläft, und proaktiv nachfragen, ob alles in Ordnung ist.

5. Datenschutz: Wo landen die Daten?

Gerade wenn ein System weiß, wo man sich im Haus aufhält und wie man sich verhält, stellt sich die Frage, wo diese Daten am Ende landen. Schon der Stromverbrauch verrät viel: nicht nur, ob jemand zu Hause ist, sondern auch, wann er sich einen Kaffee macht oder duscht. Deshalb wird es laut Folge spannend, was lokale Lösungen künftig können. Im KNX-Bereich gibt es solche lokalen Lösungen schon.

6. Kann KI bald bei der Programmierung von KNX helfen?

Im Gespräch gehen beide davon aus, dass KI nur eine Frage der Zeit ist in Tools wie der ETS, mit der KNX programmiert wird. Statt jede Verknüpfung einzeln zu ziehen, könnte das Tool erkennen, welche Geräte in einem Raum sind, und zum Beispiel die Tasterbelegung vorparametrieren. Im Gespräch kommt dazu: Räume vordefinieren, per Sprache Hinweise geben, danach nur noch einmal alles durchchecken. Auch bei der Prüfung, ob alle Kanäle schalten, wenn der Bewegungsmelder auslöst, könnte KI unterstützen.
Bei Tobias laufen Vordokumentation, Vorberatung und Kundenkommunikation für KNX-Projekte schon KI-gestützt. Die Programmierung macht bisher ein Partner. Spart ein Tool genug Zeit, könnte er sie vielleicht wieder selbst übernehmen.

Alles, was Tobias im Video sagt

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Häufige Fragen

Wie nutzen Elektriker KI heute schon im Alltag?

Kann man KI-Antworten einfach übernehmen?

Wie könnte KI die Sprachsteuerung im Smart Home verbessern?

Was ist beim Thema Datenschutz und KI im Smart Home wichtig?

Wird KI die Programmierung von KNX verändern?

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Über Tobias Haack

Tobias Haack ist Elektromeister und Inhaber von Elektro Haack in Heilbronn, Industriemeister Elektrotechnik (IHK) und KNX-zertifiziert. Auf seinem Kanal Tobi's Tool Time erklärt er seit 2021 Elektrotechnik aus der täglichen Praxis.
Hinweis: Das Video ist eine Folge des Podcasts „Smart Home Busters“ mit Systemintegrator Torben Ledermann. Aussagen von Torben sind auf dieser Seite als solche gekennzeichnet. Stand der Seite: Oktober 2026.
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Elektromeister Tobias Haack, Elektro Haack Heilbronn
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