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Smart Home Must-haves 2026

Das Video zu den Funktionen, die beim Planen dazugehören sollten

28 Minuten aus dem Podcast Smart Home Busters: Elektromeister Tobias Haack und Systemintegrator Torben Ledermann sprechen darüber, was für Leute, die ein Smart Home planen, ein Must-have sein sollte. Jeder nennt drei Funktionen.
Schauen Sie sich jetzt unser Video zum Thema „Smart Home Must-haves 2026“ an.

Kurz gesagt

Torben Ledermann nennt als Must-haves Präsenzmelder, Fernzugriff und Szenen. Tobias Haack nennt eine Visualisierung per App oder Tablet, eine Türkommunikation aufs Smartphone und eine smarte Heizungsregelung. Die Heizung würde Tobias auch dann smart ausführen, wenn sonst kein Budget für ein Smart Home da ist. Zum Schluss kommen im Gespräch die Schnittstellen zwischen den Gewerken als übergreifendes Must-have dazu. Was man grundsätzlich für ein Smart Home braucht, steht im Ratgeber Smart Home planen.
„Wenn man sagt, man hat kein Budget und will es dann nicht machen, dann würde ich trotzdem drauf bestehen wollen, die Heizung smart auszuführen.“ Tobias Haack, Elektromeister, im Video

Das Wichtigste aus dem Video

1. Warum gehört ein Präsenzmelder ins Smart Home?

Viele machen sich beim Planen Gedanken, wo die Taster sitzen und ob es ein besonderes Display sein soll. Wichtiger findet Torben Ledermann Präsenz- und Bewegungsmelder. Am Anfang war er selbst skeptisch. Ein Präsenzmelder erkennt heute nicht nur Bewegung, sondern hat in der Regel auch Fühler für Temperatur, Feuchtigkeit und Luftqualität. Die Information, ob ein Raum belegt ist, lässt sich vielfältig nutzen.
Sein Beispiel ist eine Einzelraumregelung mit klassischen Heizkörpern: War in der letzten Viertelstunde keiner im Raum und ist auch keiner mehr im Gebäude, kann die Heizung in Standby gehen und so Energie sparen. Genauso kann ein Raum, den keiner benutzt, verschattet werden, damit er sich nicht aufheizt. Früher wollte Torben in den meisten Räumen selbst bestimmen, wann das Licht angeht. Heute sagt er: Einen Präsenzmelder schon eingeplant zu haben, auch wenn man ihn nicht fürs Licht nutzt, wäre „eigentlich ganz cool gewesen“.
Tobias Haack findet das ein gutes Must-have. Wer es nicht von Anfang an mitdenkt, plant zwar ein Smart Home, aber immer noch im konventionellen Kontext mit Schaltstellen.

2. Braucht ein Smart Home eine Visualisierung?

Für Tobias gehört eine Visualisierung von Anfang an dazu, entweder in einer App oder auf dem Tablet. Sonst plant man aus seiner Sicht in gewisser Weise wieder Richtung konventionell. Torben sieht das ähnlich, meint aber, es komme auf den Anwender an. Ist das Gebäude sauber durchautomatisiert, braucht man die App aus seiner Sicht nicht mehr zwingend, um jedes Mal Licht ein- und auszuschalten.
Sinnvoll findet Torben die Visualisierung zum Beispiel für den Energieverbrauch: am Zähler sehen, wie viel Leistung gerade rein- und rausgeht, mit PV-Anlage dazu. Vielen fehlt seiner Meinung nach das Gefühl dafür, sie sehen nur am Jahresende die Abrechnung. Tobias ergänzt, dass Lichtschalten per App wohl eher eine Randfunktion ist. Auf der Visualisierung könne man aber eine Szene auch mal selbst umprogrammieren, bevor man dafür in die ETS muss.
Dazu passt eine Funktion, die Torben schon in Folge 3 als unterschätzt bezeichnet hat: die Zeitschaltuhr. Kann der Nutzer sie selbst in der Visualisierung anlegen, ist das für ihn ein „Riesengewinn“, weil er nicht jedes Mal den Systemintegrator oder Elektriker anrufen muss. Die Zeitschaltuhr in der Unterverteilung mit dem „Mäuseklavier“ sei nicht mehr Stand der Technik, würde Torben sagen.

3. Warum ist Fernzugriff im Smart Home wichtig?

Als zweites Must-have nennt Torben den Fernzugriff: von unterwegs sehen, was zu Hause passiert, zum Beispiel ob der Herd aus ist, wenn er an einer schaltbaren Steckdose hängt. Viele wollen das wegen Datenschutz nicht. Torben meint, die Sachen sind inzwischen sicher, das müsse aber jeder für sich abschätzen. Anwender, die alles lokal und auf keinen Fall Fernzugriff wollen, hat er schon erlebt. Im Gespräch wird als Vorteil von KNX genannt, dass es lokal läuft und die Anlage auch bedienbar bleibt, wenn das Internet ausfällt.
Torben trennt zwei Dinge. KNX Secure heißt, dass die lokale Installation verschlüsselt ist, damit sich zum Beispiel im öffentlichen Bereich keiner an die grüne Busleitung hängen kann. Für den Fernzugriff gibt es verschiedene Wege: in der Regel über die Visualisierung und einen Server des Herstellers, Ende-zu-Ende verschlüsselt, oder per VPN ins Heimnetz. Das sind für ihn die sicheren Varianten. Unsicher ist, was laut Torben leider eine ganze Zeit lang gemacht wurde: den KNX-Standardport im Router einfach nach außen freizugeben. Dann kann nicht nur man selbst darauf zugreifen.
Auf die Frage, wo die Server stehen, sagt Torben, ob sie immer in Deutschland gehostet sind, wisse er nicht, da sei er wohl nicht tief genug drin. Er ist sich relativ sicher, dass zumindest auf Server in Europa geachtet wird, genau müsste man die Hersteller fragen. Tobias unterschreibt den Fernzugriff als Must-have, auch weil der Systemintegrator so aus der Ferne nachprogrammieren kann, ohne extra vorbeizufahren.

4. Wie kommt die Sprechanlage aufs Smartphone?

Tobias will die Sprechanlage so, dass sie smart funktioniert und auf der Visualisierung oder dem Smartphone ankommt. In seinem letzten Gira-One-Projekt, das er als abgespeckte KNX-Version beschreibt, hat er die Audio-Türkommunikation in eine App eingebunden. Klingelt der Paketbote, muss niemand zum Bedientableau. Man schaut von der Couch aufs Handy und macht ihm die Tür auf. Ist man nicht zu Hause, kann man ihm über das Handy sagen, dass zum Beispiel im Nachbarhaus jemand das Paket annimmt.
Torben widerspricht nicht. Er wohnt in einer Mietwohnung mit klassischer Klingel und Gegensprechstelle ohne Kamera und fände die Funktion angenehm, gerade weil ein Paket vor der Tür in seiner Gegend wahrscheinlich nicht lange liegen bliebe.

5. Was sind Szenen im Smart Home?

Torbens drittes Must-have sind Szenen. Hat ein Raum zum Beispiel vier Beleuchtungskreise, sollen auf dem Taster nicht nur die einzelnen Kreise zum Schalten und Dimmen liegen, sondern Tasten, die vorkonfigurierte Zustände abrufen. Am besten kann der Nutzer sie, wie Tobias schon gesagt hat, selbst in der Visualisierung einstellen. Sein Beispiel ist eine Szene zum Fernsehen: Der Fernseher geht an, die Beleuchtung auf 20 oder 30 Prozent, je nachdem, was man möchte, und vielleicht fahren die Rollläden runter. Man kann das auch mit dem Präsenzmelder koppeln, sodass die Szene abends automatisch startet, wenn man in den Bereich vor dem Fernseher kommt.
Tobias schaltet zu Hause abends mehrere Leuchten noch einzeln von Hand. Er denkt auch an „komplett aus“ beim Verlassen des Hauses. In einem Smart Home, das er umgesetzt hat, gibt es eine Doppelwippe mit Welcome-Szene: Der Handlauf geht an, in der Küche ein gedimmtes Licht als Grundbeleuchtung. Dazu gibt es das Komplett-Aus, dann hat man nichts vergessen. In seiner übersichtlichen Vier-Zimmer-Wohnung sieht Tobias vor dem Rausgehen noch, ob irgendwo Licht an ist. In einem Einfamilienhaus mit Keller-, Erd- und Dachgeschoss kann man aus seiner Sicht schon mal im Keller das Licht vergessen.

6. Warum sollte man die Heizung smart ausführen?

Tobias’ drittes Must-have: Selbst wenn jemand sagt, er hat kein Budget für ein Smart Home, würde er darauf bestehen, die Heizung smart auszuführen. In seiner Wohnung war das das Erste, was er gemacht hat, und das Nachrüsten ging relativ einfach. Er hat die normalen Regler ersetzt durch ein smartes System, das per Geofencing merkt, ob er da ist. Ist er weg, regelt es runter. Kommt er in einen bestimmten Umkreis, regelt es wieder hoch. Er denkt, dass sich das egal bei welcher Heizungsanwendung über die Jahre schnell amortisiert.
Torben geht mit, macht aber eine Einschränkung für die Fußbodenheizung, eher ein Neubau-Thema. Weil das System so träge ist, macht es aus seiner Sicht in vielen Fällen keinen Sinn, die Räume getrennt zu regeln. Voraussetzung ist, dass der Heizungsbauer den hydraulischen Abgleich sauber gemacht hat. Dann braucht man in der Regel kaum noch eine Einzelregelung obendrauf.
Tobias, nach eigenen Worten kein Heizungsbauer, sieht das anders. Er möchte im Schlafzimmer keine 21 Grad, im Büro vielleicht etwas mehr. Zu Hause hat er selbst eine Fußbodenheizung und regelt sie mit smarten Thermostaten: nicht ein und aus, sondern bei Abwesenheit 2 Grad runter. Das macht er inzwischen seit drei Jahren und merkt nach seinen Worten an der Abrechnung, dass er so 30 Prozent Heizkosten gespart hat. Die beiden fragen die Community nach ihren Erfahrungen und können sich eine eigene Folge mit einem Heizungsbauer vorstellen.

7. Schnittstellen zwischen den Gewerken

Im Gespräch findet es einer der beiden schade, dass zumindest in seinen Projekten der Heizungsbauer eine Heizungsanlage verkauft, ohne dem Kunden die Regelung groß zu erklären oder den Elektriker zu fragen, wie er sich das gedacht hat. Die beiden landen damit bei einem übergreifenden Must-have, das nicht nur das Smart Home betrifft, sondern die Umsetzung: die Schnittstellen zwischen den Gewerken und zum Kunden. Dafür kündigen sie eine eigene Folge an.

Alles, was Tobias im Video sagt

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Häufige Fragen

Welche Smart-Home-Funktionen nennen die beiden als Must-haves?

Wofür kann man einen Präsenzmelder außer für das Licht nutzen?

Wie sicher ist der Fernzugriff auf das Smart Home?

Lohnt sich eine Einzelraumregelung bei Fußbodenheizung?

Was bringt eine Türsprechanlage, die aufs Smartphone geht?

Smart Home planen: Elektriker in Heilbronn und Umgebung

Tobias Haack bespricht mit Ihnen, welche Funktionen in Ihr Smart Home gehören. In Heilbronn und Umgebung vor Ort, sonst per Video-Beratung.

Passend dazu

Ratgeber: Smart Home planen: Was man für ein Smart Home wirklich braucht. Ratgeber: Lohnt sich KNX?: KNX Smart Home: lohnt sich das, oder ist KNX veraltet? Smart‒Home‒Realisierung: Smart Home von Elektro Haack aus einer Hand.

Über Tobias Haack

Tobias Haack ist Elektromeister und Inhaber von Elektro Haack in Heilbronn, Industriemeister Elektrotechnik (IHK) und KNX-zertifiziert. Auf seinem Kanal Tobi's Tool Time erklärt er seit 2021 Elektrotechnik aus der täglichen Praxis.
Hinweis: Im Video spricht Tobias mit Torben Ledermann, Systemintegrator, im Podcast Smart Home Busters. Aussagen sind der Person zugeordnet, die sie im Gespräch macht; wo das nicht eindeutig ist, steht „im Gespräch“. Genannte Marken und Hersteller stammen aus dem Gespräch. Eine Zusammenarbeit wird im Video nicht genannt. Stand der Seite: Oktober 2026.
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Elektromeister Tobias Haack, Elektro Haack Heilbronn
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